Geschichte der DJF

Die Deutsche Jazz Föderation wurde offiziell am 4. Mai 1952 in Mülheim/Ruhr gegründet. Der Vorsitzende des Hot Club Dortmund, Rolf Düdder, nannte im Vorfeld als vorrangige Aufgabe des neuen Vereins, „den Jazz von allen Tendenzen, die auf Grund rein modischer, sensationeller, spekulativer, oberflächlicher Bestrebungen geeignet sind, dessen Interpreten zu diffamieren, reinzuhalten.”

Die Formulierung klingt mehr als 50 Jahre später ein wenig antiquiert, doch die Essenz des Gesagten, der Wunsch danach, die Bedeutung des Jazz jenseits des jeweiligen Zeitgeistes spür- und erlebbar zu machen, ist auch heute noch vorrangiger Antrieb.

Im Mai 1953 fand in Frankfurt das von Horst Lippmann (Frankfurter Hot Club) organisierte erste Deutsche Jazzfestival der Deutschen Jazz Föderation statt. Innerhalb eines Jahres nach der offiziellen Gründung, war die Deutsche Jazz Föderation zum unumstrittenen Sprachrohr der Deutschen Jazzszene geworden.

Große Persönlichkeiten des deutschen Musiklebens wie Fritz Rau, Joachim Ernst Berendt, Werner Wunderlich oder Gunter Hampel prägten in den Folgejahren den Weg des Vereins und setzten dabei individuelle Akzente.

In den fünf Jahrzehnten ihres Bestehens erlebte die Deutsche Jazz Föderation so manches Auf und Ab. Nach der Abspaltung der UDJ widmete sie sich viele Jahre lang vornehmlich der Interessenvertretung der Veranstalter, die noch heute Ihr Hauptklientel sind.

Das neue Jahrtausend brachte in der Deutschen Jazz Föderation aber neue Impulse und ein Umdenken: Im Zeitalter der Netzwerke und Synergien sind wir sicher, dass der Jazz nur im konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenwirken von Veranstaltern, Musikern und Publikum sein ganzes Potential entfalten kann. Deshalb setzt sich die Deutsche Jazz Föderation heute dafür ein, dass der Jazz als Aktivposten der Musik, der Kultur und der Bildung erkannt und genutzt wird.

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